News: Herren Nike Air Jordan Retro 4 (IV) Fisch Muster Schuhe - Weiß/G

Verffentlicht am: Dienstag, 04. Februar 2014


Herren Nike Air Jordan Retro 4 (IV) Fisch Muster Schuhe - Weiß/GrauDer Sneaker wird zum Sonntagsschuh Florian Dross macht sich die Entscheidung nicht leicht. Minutenlang zögert er, ob er lieber gut aussehen oder schmerzfrei leben möchte. Dabei starrt der Air Jordan Retro 4 Jahre alte Gymnasiast auf seine Füße, die in unterschiedlichen Sneakers stecken. Vorher ist er extra mit seinem Kumpel Sam eine Stunde lang mit dem Zug von Marburg nach Frankfurt gefahren. Denn in der Großstadt wollte der Jugendliche mit den braunen, stufigen Haaren und den Skaterklamotten Schuhe finden, die bequem und stylisch sind. Sneaker sind Hingucker. Längst bestehen sie nicht mehr nur aus weißem Segeltuch und brauner Gummisohle wie vor 140 Jahren, als sie erfunden wurden. Damals konnten die Menschen mit ihnen Krocket spielen, einen Sport mit Schlägern und Holzkugeln.



Die Schuhe waren außergewöhnlich leicht, knarzten und klackten nicht, weshalb sie Sneaker heißen also Schleicher oder die Lautlosen. Unter den Neonlichtern in dem SzeneLaden läuft Florian hin und her. An seinem rechten Fuß leuchtet ein Nike Air Jordan in Knallorange. Eigentlich gefällt ihm der hellgraue Stoffschuh links besser, mit den lilaweißen Schnürsenkeln. Denn der ist von der Marke K1x", die nicht nur BasketballSpieler tragen, sondern auch einige aus Florians Clique. Außerdem passt Grau besser zu den Shorts in HellblauWeißLila, die sich der Schüler gerne dazu kaufen würde. Der Schuh müsste bloß noch einen Tick länger sein.Jordan Herren Oft können Verkäufer ein Paar nachbestellen, falls die Größe fehlt. Zu Tausenden entstehen Sneaker auf den Fließbändern und Nähtischen der Fabriken in Osteuropa und Asien. Dort bekommen die Arbeiter weniger Lohn als hier und können die Schuhe deshalb günstiger herstellen. Billig sind sie deshalb für Kunden nicht. Auch wenn die Herstellung nur 20 bis 30 Euro je Paar kostet, muss Florian für das graue Modell 64 Euro zahlen und für das orangefarbige sogar das Doppelte. SportartikelUnternehmen und Verkäufer kassieren also insgesamt mehr als die Hälfte des Preises. Nur so können sie einen großen Teil in die Werbung stecken, damit die Schuhe bekannt und hip werden. Und Florian bleibt kaum noch was von seinem Ferienjob im Geldbeutel. Plötzliche wollte jeder joggen Dass Firmen Sneaker in Szene setzen und damit viel verdienen können, haben einige schon vor knapp hundert Jahren bemerkt. Zwar hatte sich anfangs kaum jemand für den Basketballschuh der Firma Converse mit dem Namen All Star" interessiert. Er war weiß auf schwarz und reichte bis zum Knöchel. Doch als ihn die amerikanische BasketballLegende Chuck Taylor in den 20er Jahren bei seinen Spielen trug, änderte sich das. Die Fans tauften die Schuhe nach ihrem Idol: Chucks". Millionenfach kauften sie die Sneaker mit der Spitze aus Gummi, dem Leinenstoff und dem Stern. Vor allem, seit es sie in mehr als 50 Farben gibt, in buntgemustertem Stoff, Leder, Cord oder Samt. Heute sind All Stars" das am meisten verkaufte Schuhmodell der Welt. und Nike überließen Converse nicht alle Käufer. Auch sie nutzten Sportler, um ihr Ansehen zu verbessern, wie Nike den Basketballstar Michael Air Jordan und den Fußballer David Beckham. Nur durch die Werbung konnten die Markenzeichen der Unternehmen so bekannt werden: die drei Streifen und der Swoosh, der NikeHaken. Die Konkurrenten förderten sogar neue Sportarten, um ihre Schuhe anzupreisen. Im Fernsehen und in Zeitschriften warben sie dafür, dass die Leute in den Parks und im Wald plötzlich rennen sollten und zwar in ihren Turnschuhen. Wohl auch deshalb begannen viele Leute in den 70er Jahren zu laufen. Das Joggen war auf einmal angesagt.



Rennen will darin keiner mehr Dagegen will Florian nicht in seinen neuen Schuhen rennen, sondern sie nur ab und zu tragen. Wie Sonntagsschuhe, sagt er. Längst gehören Sneaker mehr zur Mode als zum Sport. Mit ihnen wollen manche nur fit wirken, ohne es sein zu müssen. Die Kunden können damit ihren eigenen Stil ausdrücken. Je nach Wunsch haben einige Schuhe Luftkissen in der Sohle, andere blinken mit Pailletten. Mal sind sie dick gepolstert, damit sie die Füße beim Skaten und BMXen schützen. Mal schlank geschnitten, um unter engen Röhrenhosen nicht aufzutragen. Im Trend liegt nach Ansicht des TurnschuhExperten Max Seib vom Frankfurter Laden 2four7, was es früher schon gegeben hat. Die Schuhe sind häufig ihren VorgängerModellen nachempfunden. Doch auch wenn die Maschinen seitdem besser geworden sind, hapert es an der Qualität. Früher waren Sneaker sogar oft besser, meint Max. Denn damals trugen die Leute sie wirklich zum Sport. Sie mussten deshalb gut gedämpft und verarbeitet sein. Heute verzichten viele Hersteller darauf, weil die Schuhe nur noch was für Schule, Einkaufen und Partys sind. Den Filzstift gezückt und selbst angemalt Dem RetroCharme kann der 20 Jahre alte Trendsetter Max dennoch nicht widerstehen. Bei ihm zu Hause stapeln sich mehr als 50 verschiedene Sneaker in Kartons. Er hat sie im Internet ersteigert oder in Fachgeschäften gekauft. Auf einige musste er lange warten. Zwar werden auch sie in Fabriken hergestellt. Trotzdem gibt es nur wenige auf dem Markt zu kaufen. Manche können die Menschen sogar selbst gestalten, wie den weißen Schuh, den Max in die Luft hält. Darauf ist Goofy gedruckt. Dazu gibt es Filzstifte, damit die Leute den ComicHelden ausmalen können. Für so ein besonderes Produkt verlangen die Hersteller oft höhere Preise. Damit sich die Käufer lange über die Sneaker freuen können, rät Max ihnen, unbedingt die richtige Größe zu kaufen. Ein halber Daumen Platz soll vorne sein, nicht mehr. Kunde Florian drückt auf dem grauen Schuh herum. Er entscheidet, dass er zu klein ist. Dann bestellt er ihn eine Nummer größer. Einen Tag später fährt er wieder nach Frankfurt, nur um sich seinen Lieblingssneaker abzuholen.

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