News: Nike Free 5.0 damen Laufschuhe – Schwarz/Weiß

Verffentlicht am: Dienstag, 23. September 2014


Nike Free 5.0 damen Laufschuhe – Schwarz/WeißIch träume Nina Ruge: Ich träume von einem Zeitkonto, das mir einen grandiosen berziehungskredit einräumt: Kein Limit! Ich kann haben, so viel ich will: Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate! Haben in diesen Zeiten Träume eine Berechtigung, die nicht Träume vom Frieden sind? Darf ich ganz privat persönlich träumen wo doch die Apokalypse von New York jede private, persönliche Befindlichkeit als megabanal entlarvt? Die Bibel zitiert Salomo mit seinem berühmten Satz: Alles hat seine Zeit, und jedes Ding unter der Sonne hat seine Stunde. (Schon schießt mir die eine Zeile des Textes durch die Glieder: Weinen hat seine Zeit, Lachen hat seine Zeit, Klagen hat seine Zeit, Tanzen hat seine Zeit .) Also. Bevor diese Zeilen durch islamistischen Terror neu interpretiert wurden, träumte ich davon, eine Kreditkarte für Zeit zu haben. Und Salomo wäre mein Sponsor. Ich würde diese Kreditkarte rund um die Uhr zum Schmelzen bringen, denn Zeit gehört zu dem, was mir am meisten fehlt. Morgens aufwachen und nicht auf den Wecker schielen. Wieder nur 15 Minuten für alles im Tagesplan: Haare waschen, Kleidung für die Sendung zusammensuchen, checken, ob ich was vergessen habe für den langen Tag. EMails will ich auch noch schnell lesen, am besten noch joggen und Yoga machen. Und das alles, wie gesagt, in einer Viertelstunde. Ich träumte von Nike Free 5.0 einem Leben in Balance 24 Stunden lang, sieben Tage die Woche. Immerhin: Oft pendelte ich schon ziemlich geschickt vor mich hin doch dann ließ ich es immer wieder zu, dass sich mein Leben ganz plump auf eine Seite neigte: Immer wieder nimmt mich mein heiß geliebter Job in einen schmusetechnischen AllroundZangengriff. Dann packt er mich von hinten, im Nacken, und schleudert mich herum, bis ich Sternchen sehe hübsche Sternchen zwar, aber gemein auf eine Seite geneigt. Ich träumte von einem Zeitkonto der Bank mit dem Namen Kleine Fluchten. Eine unkapitalistische, weil übergroßzügige Bank. Sie hat mir nämlich irgendwann, in grauer Vorzeit, einen grandiosen berziehungskredit eingeräumt: Kein Limit!



Ich kann haben, so viel ich will: Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate! Ich stecke meine schillernde Zeitkreditkarte in den Automaten, und er fragt mich, sanft und freundlich: Wünschen Sie 30 Minuten, 200, 500, 1000, 5000 oder 50 000? Das erste Mal wäre ich ja noch bescheiden, wählte 30 Minuten. Eine halbe Stunde mit meiner Freundin telefonieren! Ja, sage ich zu ihr, ich habe Zeit, erzähl mir. Dieses supergeizige: Du, es tut mir wahnsinnig leid, ich habe gleich eine Konferenz, und ich muss bis dahin noch die Moderationen geschrieben haben, und danach muss ich noch Klassik Radio Nike Laufschuhe Damen machen. Ich ruf dich später zurück. Ciao, bella! diese alten, traurigen GefühlskälteInseln wurden von meiner Wunderkreditkarte gleich mitgelöscht. Später würde ich dann so richtig aasen. Prassen! Verschleudern! 50 000 Minuten! Das sind fast fünf Wochen! Mir wird schwindlig. In die Toskana fahren, meinen Mann einladen, enge Freunde. Die aber immer nur einzeln, nicht im Pulk. Gruppendynamik ist fürs Erste unerotisch. Vielleicht später mal. Wenn ich genug Nähe gefeiert habe. Wir würden uns erst mal eine Woche Zeit lassen. Fürs Ankommen. berlegen, was jeder für sich möchte. Auf dem ScooterFeld der unermesslichen Zeit rumtrudeln, sich einnorden. Nicht aufs Nichtstun. Nein. Aufs völlig selbstbestimmte Tun. Oder wäre das nicht eher ein sich einsüden? Ich hätte Bücher dabei, Filme und Hörspielkassetten. Tagebücher und Stifte, Briefpapier. Karten von der Umgebung, Beschreibungen der Renaissancegebäude, Wanderkarten. Fahrräder, Wanderschuhe, Schwimmzeug, Joggingschuhe, YogaUnterlagen. Und ich würde mich immer kichernd fragen: Was machst du jetzt? Und dann würde ich mich vielleicht aufrichten und rufen: Gar nichts mache ich von dem! Meditiere ein bisschen und vertrödele den ganzen Tag, die Nacht. Lasse Zeit unkontrolliert verstreichen, habe null schlechtes Gewissen dabei. Und die Kreditkarte schillert freundlich herüber. Nach einer Woche würde ich bestimmt anfangen, etwas zu tun. Weil es mir ein Bedürfnis ist. Das ich zu spüren gelernt habe. Arbeiten? Was ist Arbeit? Es gibt keine Trennung von Arbeit und Leben. Zeit zu haben macht alles möglich.

Zurück