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Verffentlicht am: Montag, 03. November 2014


Günstig Salomon Speedcross 3 CS Damen Schuhe Rot SchwarzAlle warten auf dich Alle warten auf dich, o Kanzler "Der Worte sind genug gewechselt / Laßt mich auch endlich Taten sehn", sagt Faust. Der Kanzler handelt. Haben wir nicht lange genug über das HolocaustDenkmal diskutiert? Muß nicht Salomon Speedcross 3 Damen endlich entschieden werden? Wieder sieht es so aus, als wäre Helmut Kohl der Mann des Schlußworts. Noch hat er sich nicht geäußert, aber weil die Stadt Berlin wohl gegen den Bau des Denkmals ist und der Förderkreis dafür, wird der Dritte im Gremium den Ausschlag geben. Ja oder nein? Aller Augen warten auf dich, o Kanzler. Ist es nicht seltsam, daß der scheinbar schwerfällige, dickfellige Aussitzer Helmut Kohl just auf dem Gebiet der symbolischen Politik immerzu Taten sehen läßt? Es begann 1985 in Bitburg, wo Kohl und Reagan der Gefallenen des Weltkriegs gedachten, als ob SSSchergen und Soldaten der Befreiungsarmee dieselbe Ehrung verdienten. Es setzte sich fort bei der Diskussion über ein deutsches Geschichtsmuseum. Am Ende entschied Kohl.



Und es gipfelte in seiner Entscheidung, die Neue Wache in Berlin zur nationalen Gedenkstätte zu erklären. Die Inschrift "Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft" fand damals wütenden Widerspruch. Die Deutschen hätten nicht das Recht, ihre eigenen Tätertoten mit deren Opfern gleichzusetzen. Nimmt man den Satz in seiner Tragweite, so stimmt der Einwand. Wer jedoch die Neue Wache arglos betritt, wird sich dem Eindruck des Raums kaum entziehen können. Das seinerzeit verspottete Replikat der KollwitzPiet drückt nichts anderes aus als ohnmächtige Trauer, und die inkriminierte Inschrift erscheint bar jedes bösen Nebenklangs. Wie macht er das, unser ewiger Kanzler? Er arbeitet mit dem Salomon Schuhe historischen Weichzeichner. Da liegt der Verharmlosungsvorwurf auf der Hand. Zugleich aber hat Kohl nie mit den Geschichtsfälschern von rechts gemeinsame Sache gemacht. Er will die selbstbewußte Nation, die sich ihrer selbst und ihrer Geschichte bewußt ist. Also Trauer und auch Stolz, Auschwitz und auch Goethe. Das klingt verdächtig. Aber vielleicht ist es besser als jener rechthaberische Verbalradikalismus, der nichts, was zur deutschen Untat gesagt und getan wird, jemals angemessen finden kann. Weil es ja keine Angemessenheit gibt. So wie auch das HolocaustDenkmal niemals eine Lösung der Frage sein kann, wie die Deutschen mit ihrer Schuld umgehen sollen. Es ist wahr: Je unerbittlicher man darüber nachdenkt, desto weniger spricht für die Neue Wache. Auch das Denkmal wird, ob man will oder nicht, das Vergehen von Zeit bezeugen. Kohl ist nicht fürs Unerbittliche, sondern fürs Verträgliche. Die Deutschen sollen mit ihrer Geschichte leben können. Daran sind auch jüdische Deutsche interessiert wie Ignatz Bubis oder Salomon Korn, die für das Mahnmal sind. Kohls Entscheidung naht, und sie wird wohl für das Denkmal fallen. Alle werden schimpfen und froh sein. So wie man ihm dankte, als er sein Veto gegen die Grabplatte des ersten Entwurfs einlegte. Er füllt das Vakuum zwischen rechtem Versöhnlertum und linkem Fundamentalmoralismus. Er beendet eine Debatte, die ernsthafter, substantieller und auswegloser kaum gedacht werden kann.

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